François Benda

François Benda, Klarinette

François Benda, 1964 in Brasilien geboren, stammt aus einer traditionsreichen Musikerfamilie. Seine Studien absolvierte er in Graz, Wien und Genf (Klarinette, Komposition, Dirigieren) und gab 1988 sein Solistendebüt in der Tonhalle Zürich und der Victoria Hall Genf. Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schrieb darauf Folgendes: „Sein Spiel bewegte sich souverän zwischen fast ätherisch verklingenden Pianissimi und dramatischen, beinahe ekstatischen Steigerungen und wirkte in jedem Augenblick brillant.“

1991 wurde François Benda in Rom mit dem „Premio internazionale per le Arti dello Spettaccolo“ ausgezeichnet. Seitdem tritt er in allen bedeutenden Musikzentren auf (Berliner Philharmonie, Wiener Musikverein, Concertgebouw Amsterdam, Wigmore Hall London, Tonhalle Zürich, Kölner Philharmonie, Herkulessaal München) und spielt als Solist mit grossen Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, WDR Sinfonieorchester Köln, Sinfonieorchester Basel, Wiener Kammerphilharmonie.

Als Solist wie auch als gefragter Kammermusiker ist François Benda regelmässig Gast bei wichtigen Musikfestivals (Berliner Festwochen, Styriarte, Musicades Lyon, Ittinger Pfingstkonzerte). Zu seinen Kammermusikpartnern zählen Heinz Holliger, Paul Badura-Skoda, Bruno Giuranna, Isabelle Faust, Joseph Silverstein und Bruno Canino.

Seine umfangreiche Diskografie umfasst unter anderem das Gesamtwerk für Klarinette von Johannes Brahms und Werke für Klarinette und Orchester von Carl Nielsen, Claude Debussy, Ferruccio Busoni und Gioachino Rossini, eine Schumann-CD zum 200. Geburtsjahr des Komponisten sowie eine Einspielung mit französischer Klarinettenmusik. In Arbeit sind eine Gesamteinspielung der Werke für Klarinette und Orchester von Krzysztof Penderecki sowie Mozarts Klarinettenkonzert mit einer von ihm neu entworfenen Bassettklarinette, beides für die Edition Artist Consort.

François Benda gelingt der Spagat zwischen klassischem Repertoire und zeitgenössischer Musik sowohl als Klarinettist (Zusammenarbeit sowie Ur- und Erstaufführungen mit bedeutenden Komponisten wie Heinz Holliger, Elliott Carter, Luciano Berio, Krzysztof Penderecki, Georg Friedrich Haas, Wolfgang von Schweinitz und Bernhard Lang) wie auch beim Dirigieren, womit er sich in jüngerer Vergangenheit verstärkt beschäftigt.

Neben seiner solistischen Tätigkeit hat François Benda eine Professur an der Universität der Künste Berlin inne und lehrt an der Hochschule für Musik in Basel und am Conservatorio della Svizzera italiana in Lugano.